nun bereits mindestens 6 russische Generäle seit dem Beginn der Invasion vor ein wenig mehr als einem Monat getötet worden. Am letzten Mittwoch hatten die Verteidiger in Kiew gemeldet, dass bei den Schlachten um die hart umkämpfte Stadt Mariupol im Süden der Ukraine der Brigadekommandeur Alexej Scharow ums Leben gekomme sei. Allerdings lassen sich diese Meldungen von unabhängiger Seite nur schwer verifizieren.
Von russischer Seite wurden seit dem Beginn des Krieges allerdings lediglich die Tode von General Andrej Suchowezki und der Verlust des stellvertretenden Chefs der Nordmeerflotte, Kapitän Andrej Palij, bestätigt. Doch die hohe Anzahl an verlorenen Offizeren bei den russischen Truppen beschäftigt nun bereit die Experten. Anfang März hatte ein US-Militärexperte gegenüber CNN zu Protokoll gegeben, dass die russische Armee scheinbar in der Ukraine "wiederholt dieselben Fehler" begehe. Offenbar benutzen die russischen Streitkräfte häufig unverschlüsselte Geräte zur Kommunikation. Doch dadurch lässt sich der Standort ihrer Nutzer orten. Zudem kommt Elie Tenenbaum vom französischen Institut für internationale Beziehungen (Ifri) zu dem Schluss, dass die russische Armee offenbar ein hohes Risiko eingeht, und ihre Offiziere nahe der Kampflinien einsetzt. Offenbar sei dies notwendig, um besser gegen die niedrige Kampfmoral der eigenen Truppen vorgehen zu können.