Sollte sich die Lage in der Ukraine weiter zuspitzen, rechnet die die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) mit weit höheren Zahlen an Flüchtlingen. Aus diesem Grund hat nun bereits der NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp (51, FDP) einen EU-Flüchtlingsgipfel gefordert: "Wir werden die Vertriebenen nur menschenwürdig unterbringen können, wenn wir sie auf viele Länder verteilen“, ist sich der FDP-Politiker sicher und setzt in dieser Hinsicht auf eine Koordination aus Brüssel. So soll nun von Deutschland und Frankreich die Initiative zu solch einer internationalen Konferenz ausgehen. Zu einem ähnlichen Plan kommt auch der Migrationsforscher Gerald Knaus (52). Dieser schlägt eine Luftbrücke vor, um die Geflüchteten auch in Länder wie Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien bringen zu lassen. "Sonst werden bis Ende März nicht eine, sondern zwei Million Flüchtlinge nach Deutschland und Österreich kommen“, ist sich Knaus sicher. Und die Flüchtlinge werden wohl länger bleiben. Denn Putins Truppen haben in einigen Gebieten damit begonnen die Infrastruktur zu zerstören. In der südukrainischen Stadt Mariupol sind bereits 80 Prozent der Wohnungen von den Russen zerbombt worden.