Unter den Opfern soll sich auch Oberst Sergey Sukharev befinden. Dieser hochrangige Militär war Kommandeur des 331. Fallschirmjäger-Regiments. Diese Kommando gehört zu den berüchtigten und gefürchteten Eliteeinheiten des russischen Despoten Wladimir Putin. Noch im Januar war Sukharev in einer Propaganda-Show im russischen Fernsehen zu sehen gewesen. Anschließend waren Sukharev und seine Truppen dann in Kasaschstan, um die aufkeimenden Proteste gegen die dortige Regierung zu unterbinden. Aus dieser Einheit sollen weitere Offizieren bei dem Angriff in der Nähe von Chersov gestorben sein. Schon 2014 waren dem russischen Offizier bei der Einnahme der Halbinsel Krim Kriegsverbrechen vorgeworfen worden. So habe Sukharev in der Schlacht um Ilovaysk (Ostukraine) auch auf unbewaffnete ukrainische Soldaten schießen lassen. 366 Soldaten sollen damals ums Leben gekommen sein.
Militär-Experten aus dem Westen zeigen sich überrascht über die hohe Anzahl an Verlusten unter den russischen Top-Offizieren. "Meine Einschätzung ist, dass diese Kommandeure getötet wurden, weil sie immer näher an die Front ziehen mussten, um die Kontrolle zu behalten, statt sich im Rücken der Operation aufzuhalten“, vermutet einer der Experten. Eigentlich kommen hohe Offiziere nur verhältnismäßig selten im Kampf um. Offenbar habe die hohe Anzahl der toten russischen Offiziere auch mit der niedrigen Moral der russischen Truppen zu tun. Aus diesem Grund müssten die Offziere mehr Zeit an der Front verbringen, um ihre Truppen zu motivieren. Zahlreiche Quellen sind sich darüber einig, dass das russische Militär schwere Verluste hinnehmen musste. Selbst sehr pessimistische Schätzungen gehen von mindestens 5.000 toten russische Soldaten aus. Die Ukraine spricht dagegen von rund 14.000 gefallenen russischen Soldaten. Das Portal "Oryx“ informiert bisher über mindestens 249 augeschaltete russische Panzer, 13 Kampfflugzeuge und 34 Hubschrauber.