Wegen des Konflikts in der Ukraine ist die Deutsche Marine jetzt in einem bisher unbekannten Umfang gefordert. Nun gibt der künftige Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack (59), eine Stellungnahme ab und informiert, dass insgesamt 24 Schiffe im Mittelmeer und auf der Ostsee im Einsatz sind um möglichen russischen Aggressionen zu begegnen - eine Aktion in nie da gewesener Größe!
Zur Zeit beteiligen sich alle Schiffe der deutschen Marine an Einsätzen. "Wir haben alles raus gebracht, was schwimmt. Wir können so zusammen mit den Nato-Partnern Präsenz zeigen", gibt Kaack zu Protokoll. So seien die deutschen Schiffe unter anderem Teil der ständigen NATO-Verbände. Alle dieser Boote seien auf höchstem Gefechtsstand und die an Bord befindlichen Soldaten bestens ausgebildet. Am Freitag soll Kaack zum Marineinspekteur ernannt werden und auf Kay-Achim Schönbach folgen. Dieser musste im Januar nach einigen umstrittenen Äußerungen zum Ukraine-Konflikt seinen Posten räumen. "Die Russen haben gesehen, wie viele Einheiten wir innerhalb eines Tages umgruppiert haben", erklärt Kaack. Man habe in der Ostsee eine Fregatte mit einem Luftraum-Weitbereichsradar. Außerdem habe man Minenabwehreinheiten nach vorne gebracht. "Die Russen schauen uns zu und wissen, wie weit sie gehen können." Die deutschen Boote in der Ostsee seien nach Kaacks Meinung von großer Bedeutung für die baltischen Staaten und Finnland. "Unsere Partner im Osten wissen, dass wir für sie einstehen", betonte Kaack in diesem Zusammenhang.