War die Tat der Krankenschwester politisch motiviert?
Der Rechtsanwalt der Krankenschwester, Christoph Klatt, bezweifelt den Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft. Aus seiner Sicht gebe es keinen Nachweis für 15 Fälle. Deshalb gehe er davon aus, dass sich die Fälle in der Hauptverhandlung auf die sechs Fälle konzentrieren werden, die seine Mandantin zugegeben habe "Alles andere ist aus meiner Sicht nicht haltbar“, ließ der Anwalt verlauten, der gleichzeitig eine politisch motivierte Tat ausschließt. Wer genau die Impfung mit der Kochsalzlösung erhalten hatte, konnte nicht genau nachvollzogen werden. 10.183 potenziell Betroffene waren deshalb zu einer weiteren Impfung aufgefordert worden. Rund 8.000 Personen machten von diesem Angebot Gebrauch. Alle Betroffenen hatten eine Entschädigung zugesprochen bekommen. Bis Mitte Dezember waren mehr als 5.000 Anträge auf diese Entschädigung eingetroffen und 208.000 Euro an die betroffenen Personen ausgezahlt worden. Wie und ob das Verfahren fortgesetzt wird, entscheidet nun das Landgericht Oldenburg.