Obwohl die Russen auch weiter Gebiete in der Ukraine angreifen, scheinen hinter den Kulissen die diplomatischen Bemühungen ebenfalls weiterzugehen. Am Montag hatten sich Vertreter der Ukraine und Russlands in Belarus zu
einer dritten Verhandlungsrunde getroffen. Dabei soll es unter anderem um die Einrichtung humanitärer Fluchtkorridore in den besonders umkämpften Gebieten gegangen sein. Denn noch immer sitzen viele Zivilisten in verschiedenen Städten der Ukraine fest. Zivilisten könnten nicht aus den Städten gerettet werden, wobei die Russen hier die Schuld auf die Regierung in Kiew schoben. Angeblich habe die ukrainische Seite noch keine einzige Bedingung für die Einrichtung humanitärer Korridore erfüllt, wie man von Seiten des russischen Verteidigungsministerium gegenüber der Agentur TASS bestätigte. Am Donnerstag soll ein erstes Treffen auf Regierungsebene stattfinden. Dabei sollen sich die Außenminister Dmytro Kuleba und Sergej Lawrow im türkischen Antalya treffen. Offenbar versucht nun also der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in dem Konflikt zu vermitteln, wie am Montag der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bestätigt hatte.