Bisher meldet die Ukraine seit dem Beginn der Kämpfe 4.300 getötete russische Soldaten. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums sollen der erbitterte Widerstand der Ukrainer und auch logistische Probleme die Russen auf dem Weg nach Kiew aufgehalten haben. Allerdings gebe es bereits eine Anzahl an russischen Bodentruppen, die sich 30 Kilometer von Kiew versammelt haben. Es soll den ukrainischen Kämpfern bisher aber auch gelungen sein, den strategisch wichtigen Flughafen Hostomel weiter zu halten. Schwere Kämpfe waren auch aus den Städten Tschernihiw im Norden und Charkiw im Nordosten gemeldet worden. der ukrainische Präsident Woodymyr Selenskyj (44) hatte bei einem Telefongespräch mit Briten-Premier Boris Johnson (57) angekündigt, dass die nächsten 24 Stunden wohl "entscheidend" für den weiteren Verlauf des Konflikts werden.
In dem Gespräch hatte Johnson zugesagt, dass weitere Hilfen für die Verteidigung der Ukraine von den Briten und anderen westlichen Verbündeten rechtzeitig ankommen soll. In den nächsten Stunden neben weiter Waffen auch Kampfflieger in der Ukraine eintreffen. Zudem gibt es einen weiteren Hoffnungsschimmer. Innerhalb der nächsten Stunden sollern erste Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland an der ukrainischen Grenze zu Belarus stattfinden. Unterdessen lobte Boris Johnson den "Mut des ukrainischen Volkes angesichts der russischen Invasion“. Er unterstrich außerdem "die Führungsstärke von Präsident Selenskyj angesichts dieser Feindschaft“, wie ein Sprecher der Downing Street informierte. Bleibt zu hoffen, dass die ukrainischen Truppen dem Ansturm auch weiter standhalten.