Eine der gefürchtetsten Waffen der russischen Armee ist ohne jeden Zweifel der TOS-1-Raketenwerfer. Dieses Kriegsgerät hat den Spitzname "Buratino“ (russisch für „Pinocchio“). Offenbar sind in den letzten Tagen zahlreiche dieser Raketenwerfer an der russisch-ukrainischen Grenze gesichtet worden. Bereits 2014 hatte diese Waffe mit ihren hermobarischen Raketen für verheerende Verluste bei Soldaten der Ukraine gesorgt.
Nun erklärt der österreichische Militärexperte Oberst Markus Reisner von der Militärakademie Wiener Neustadt die Funtktionsweise dieser höllischen Waffe. "Der Soldat stirbt gleich mehrere Tode. Er erstickt, verbrennt, oder wird von dem Druck und den Splittern getötet“, verdeutlicht Reisner. Die von dem Raketenwerfer verschossenen Raketen entzünden beim Aufschlag ein leicht brennbares Gemisch in der Luft. Dies entzündet sich explosionsartig.
Auf einer großen Fläche wird durch die schlagartige Verbrennung der Sauerstoff entzogen. Dann folgt eine Druck- und Hitzewelle, Trümmer fliegen durch die Luft“, erklärt der Militärexperte. Auf diese Weise kann ein einziger dieser Raketenwerfer eine Fläche von 200 mal 400 Metern in kürzester Zeit in eine Todeszone verwandeln.