Wie jetzt bekannt wird, soll das Gesundheitsministerium wohl bereits doch schon vor der Kürzung des Genesenen-Status von der RKI-Entscheidung gewusst haben. Dies geht aus Papieren hervorgeht. Außerdem hat man dort offenbar auch Probleme mit den genauen Daten über die Zahlen der Geimpften - sind wir im Blindflug?
Aktuell hagelt es Kritik an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Diesem wird vorgeworfen seine Hausaufgaben als Gesundheitsminister an einer entscheidenden Stelle nur mangelhaft erledigt zu haben. Denn es geht mal wieder um die Verkürzung des Genesenen-Status, den das Robert-Koch-Institut Mitte Januar angeordnet hatte. Damals war der Genesenen-Status praktisch über Nacht von 6 auf 3 Monate gekürzt worden. Von einem Moment auf den anderen durften unzählige Menschen in Deutschland an vielen Aktivitäten des Alltags nicht mehr teilnehmen. Selbst in den Regierungsparteien hatte dieses Vorgehen Protest ausgelöst. Dort wurde vom Gesundheitsministerium umgehend eine bessere Kommunikation gefordert. Lauterbach hatte daraufhin erklärt, er selbst sei über die bevorstehend Änderung nicht informiert worden, segnete sie danach jedoch als "sinnvoll" ab. Nun antwortete die Bundesregierung im Rahmen einer Kleinen Anfrage durch die Oppositionsparteien CDU und CSU auf diese Frage.