Durch den Ukraine-Konflikt wird nicht nur die Kriegsangst geschürt, sondern der Konflikt könnte in Zukunft gar schlimme Auswirkung für die Lebensmittelsicherheit in Großbritannien und ganz Europa haben. Erste Experten haben bereits Alarm geschlagen. Sowohl die Ukraine als auch Russland sind Hauptexporteure von Weizen. Stellt Putin nun die Weizenlieferungen nach Europa ein?
So erklärt nun Minette Batters, Präsidentin der National Farmers' Union (NFU), wie dieser Konflikt zu einer Knappheit der Lebensmittel führen könnte. "Letztes Jahr habe ich weniger als 300 Pfund pro Tonne für Stickstoffdünger bezahlt, dieses Jahr sind es über 700 Pfund pro Tonne. [Russland und die Ukraine] wissen genau, wie sehr die Welt bei Erdgas und Dünger auf sie angewiesen ist", beschreibt Batters eines der Probleme gegenüber der britischen Tageszeitung "Independent". Zudem rechnet der stellvertretende Vorsitzende der Konservativen, Sir Geoffrey Clifton-Brown, dass eine Lebensmittelkrise entstehen könnte, wenn Putin entscheiden würde, die Lieferung von Weizen in den Westen zu stoppen: "Die jüngste Energiepreiskrise sollte eine heilsame Warnung vor den potenziellen Risiken für die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Lebensmitteln sein, wenn das Vereinigte Königreich noch stärker von Lebensmittelimporten abhängig wird", warnte Clifton-Brown.