Katastrophenwarnung wegen Wetterlage in Deutschland - Zwei Sturmtiefs sorgen für Orkanböen

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News (1 / 1) 27.01.2022 18:14 Symbolbild imago


Das Wetter in Deutschland spielt wieder einmal verrückt. Zur Zeit drohen Orkanböen, Glatteis, Regen und Schnee. Weil sich Deutschland im Zentrum einer schweren Sturmlage befindet haben die Behörden sogar Katastrophenalarm ausgelöst. Denn Anfang macht Sturmtief Marie am Donnerstag. Doch die Unwetter-Serie soll sich dann mit zwei weitere Tiefs nahtlos fortsetzen.

Gefährliche Wetterlage in Deutschland - Behörden geben Katastrophen-Warnung heraus

Das aus Skandinavien heranziehende Tief Marie wird am Donnerstag über den Süden Norwegens hinweg über die Ostsee ziehen. Es sorgt dann an den Küsten und im Bergland Deutschlands für schwere Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 100 km/h. Auch im Binnenland wird es mit Winden von bis zu 80 km/h stürmisch. Für Höhenlagen über 1.000 Metern hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Unwetterwarnung herausgegeben. „Es treten oberhalb 1.000 Meter orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und 115 km/h (32m/s, 63kn, Bft 11) anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auf“, heißt es auf der Webseite der Meteorologen.

DWD rät den Menschen vorsichtig zu sein

Wegen des starken Windes sei damit zu rechnen, dass Bäume entwurzelt oder Dächer beschädigt werden können. Deshalb sollen die Menschen auf herabstürzende Äste und andere Gegenstände achten, die durch die Luft gewirbelt werden. Falls möglich sei von einem Aufenthalt im Freien abzuraten. Gleichzeitig mit dem Sturm sinken die Temperaturen in Deutschland wieder. In Lagen ab 600 Metern Höhe kann es daher wieder zu Schneefall kommen. Die Experten rechnen im Südosten Deutschlands mit mindestens 5 Zentimeter Neuschnee. In den Staulagen der Mittelgebirge kann der Schneefall auch ergiebiger sein. In der Nacht auf Freitag wird die Schneefallgrenze dann auf 200 bis 400 Meter absinken. Darum wird in weiten teilen Deutschlands mit Schneematsch zu rechnen sein. Besonders Autofahrer sollten sich auf glatte Straßen einstellen. Auch am Freitag hält das Winterwetter weiter an. An den Alpenrändern ist bis zum Freitagabend mit 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee zu rechnen.

Am Freitag beruhigt sich der Wind in den Tieflagen weitestgehend. In den Höhenlagen bleibt es dagegen weiter stürmisch.

Auch am Wochenende droht weiter Unwetter

Schon am Samstag wird das nächste Unwetter in Deutschland erwartet. Dann erreicht Tief Naida Deutschland mit starkem Westwind, der vor allem an der Nord- und Ostsee für Sturmböen sorgt. Doch auch in den Höhenlagen Deutschlands drohen Orkanböen mit einer Windgeschwindigkeit von 130 km/h. Im Süden und Südwesten Deutschlands soll es dagegen ruhig bleiben. In der Nacht zum Sonntag sei im höheren Bergland und in den Alpen wieder mit Neuschnee zu rechnen. Am Sonntag lässt der Wind dann wieder nach, frischt dann in der Nacht auf Montag wieder voll auf. Vermutlich droht danach ein weiteres Tief über Deutschland hinwegzuziehen. Bisher ist aber noch unklar, ob es sich dann lediglich um einen Sturm oder sogar ein weiteres Orkan-Tief handelt. Dann soll es in Lagen über 400 Metern auf jeden Fall wieder schneien.