Ruslan K. wollte sich zum Prozess-Auftakt nicht äußern, wirkte unbeeindruckt. "Mein Mandant hat im Vorfeld stets zu den Vorwürfen geschwiegen und wird sich auch im Prozess zunächst durch Schweigen verteidigen“, kündigte sein Anwalt Martin Düerkop (57) an. Offenbar gibt es aber genug Dinge die den 20-Jährigen belasten. Zum Beispiel die Tatwaffe. Dabei handelt es sich um ein 26,5 Zentimeter langes Küchenmesser, auf dem die DNA des Angeklagten gefunden wurde. "Ruslan K. sei nach einer mündlichen Auseinandersetzung am Nachmittag des Tattages gegen 23.35 Uhr auf das Gelände der Kfz-Werkstatt zurückgekehrt. Vor dem Gebäude hätte er dem Opfer in Tötungsabsicht 23 Stich- und Schnittverletzungen versetzt“, ist sich die zuständige Staatsanwältin sicher. Nach einem Streit mit Bernd B. hatte Ruslan K. vor Zeugen angekündigt: "Das wird euch noch leidtun, das werdet ihr bereuen.“ Nach der Tat war Ruslan K. geflüchtet und konnte mehrere Wochen nach der Tat geschnappt werden. Bei dem Prozess, dessen Urteil wohl Mitte Februar fallen soll, werden insgesamt 83 Zeugen und 4 Gutachter zu Wort kommen.