Bei ihrer Studie hatten die Wissenschaftler den Krankheitsverlauf von 817 Personen über 65 Jahren analysiert, Alle waren wegen Covid-19-Erkrankung in die Notaufnahme eines Krankenhauses gekommen. 28 Prozent der Menschen wiesen bei ihrer Einlieferung ein Delirium auf. Damit war es das sechsthäufige Anzeichen. Bei 37 Prozent der Erkrankten war es das einzige Symptom, das diese Patienten aufgewiesen hatten. Diese litten nicht unter den typischen Symptome wie Husten, Fieber oder Halsweh. Sie hatten keine Grippesymptome. Zudem war ein Delirium in diesen Fällen meist auch ein Anzeichen auf ein schwereren Verlauf der Krankheit. Auch Forscher des renommierten Kings College in London hatten ähnliche Beobachtungen gemacht, die in zahlreichen Einzelheiten mit denen ihrer amerikanischen Kollegen übereinstimmten. Aus diesem Grund raten die Experten nun vor allem bei älteren Patienten in den Alten- und Pflegeheimen auf ein Delirium zu achten, das sich dann als Anzeichen einer Covid-19-Erkrankung herausstellen könnte.