Unter den Verstorbenen befindet sich ein Angehöriger eines der betroffenen Busunternehmen. Dies jedenfalls legen die Ermittlungen des RKI nahe, die wissenschaftliche Mitarbeiter in den Kreis geschickt hatten, um die Details dieses Infektionsherd aufzuklären. Die Datenerhebung dauern zur Zeit noch an. Im fraglichen Zeitraum hatten jeden Tag etwa 1.090 Fahrgäste die betroffenen Busse benutzt. Dies hatte Fragen zu den Hygienemaßnahmen in den Bussen aufgeworfen. Das Unternehmen erklärte, es gäbe "regelmäßige Reinigungsintervalle“. Außerdam habe man die Fahrer angewiesen, den Innenbereich der Busse in Fahrpausen zu desinfizieren. Die Fahrer seien von den Fahrgästen durch Spuckschutzwände geschützt und es gelte im Innenraum eine Maskenpflicht. Ein Sicherheitsdienst kontrolliere die Einhaltung dieser Regeln. Keine Antwort gab es hingegen auf die Frage, ob alle Busfahrer gegen das Virus geimpft seien. Bisher sind wenig Fälle bekannt, bei denen die Ausbreitung des Virus auf den öffentlichen Nahverkehr zurückverfolgt wurde. Um ähnliche Fälle zu vermeiden denkt man nun darüber anch spezielle Luftfilter zu installieren und die Zahl der Passagiere in den Bussen zu begrenzen. Allerdings sei es bei der Ausrüstung der Fahrzeuge mit Luftfiltern zu Problemen gekommen "Wegen Lieferschwierigkeiten des Herstellers konnte im August bislang nur ein Fahrzeug nachgerüstet werden“, bestätigt das betroffene Unternehmen.