Zudem fordert Streeck diejenigen Menschen zur Impfung auf, die bisher darauf verzichtet haben. "Den Rat zur Impfung kann man nicht oft genug geben“, betonte Streeck. Auch die bekannt gewordenen Impfdurchbrüche bei vollständig geimpften Personen seien kein Argument, um auf die Impfung zu verzichten. "Das Ziel bei der Impfstoffentwicklung war nicht in erster Linie, eine Immunantwort auszulösen, die vor jeglicher Infektion schützt. Es ging immer im Kern um den Schutz vor schweren Verläufen“, erklärt Streeck nochmals die Wirkungsweise der Impfungen. Denn das Auftreten von Durchbruchinfektionen sei keinesfalls mit einem Versagen der Impfstoffe gleichzusetzen. Noch hält Streeck es für nicht notwendig, die Drittimpfungen gegen das Coronavirus auf die gesamte Bevölkerung auszuweiten. "Booster sind sinnvoll für die Gruppen, denen dies bereits empfohlen wird“, bestätigt Streeck und bezieht sich dabei auf Menschen aus Risikogruppen, Immungeschwächte und ältere Menschen ab 70 Jahren. "Alle anderen sind nach der Zweitimpfung in der Regel sehr gut vor einem schweren Verlauf geschützt. Wichtiger als Auffrischungen bei ihnen ist das Schließen der Impflücken bei den über 60-Jährigen“, verdeutlicht Streeck die Prioritäten. Zudem vertritt Streeck die Auffassung, dass diese Impfdosen in anderen Ländern rund um den Globus dringender gebraucht würden.