Zugleich schloß Experte Keller aus, dass es sich bei dem Objekt um
Weltraumschrott gehandelt haben könnte. Denn dieser würde immer mit der Erdrotation fliegen, während das Objekt am Vorabend sich in entgegeggesetzte Richtung zur Erdrotation bewegt habe. Die Größe des Objekts schätzt Keller etwa auf die eines Fußballs. Sollte der Meteoroid aus Eisen bestanden haben, könne dieser durchaus 100 Kilo gewogen haben. Offenbar war der Meteoroid in einer Höhe von 100 bis 120 Kilometer Höhe in die Erdatmosphäre eingetreten. In einer Höhe von 20 bis 40 Kilometern sei er dann über der Erde explodiert, beschreibt Keller den Vorfall. "Solche Phänomene gibt es öfter, der aktuelle Fall ist aber spektakulär, weil es ein besonders helles Objekt war, das keine Wolken verdeckten.“ Vor gut 15 Millionen Jahren hatte eines der Geschosse aus dem All bei seinem Aufprall auf der Erde einen riesigen Krater in Deutschland verursacht. Dabei handelt es sich um das Nördlinger Ries in Bayern.