Nach den Daten der US-Wissenschaftler schütze das britische Vakzin zu 74 Prozent vor einer Erkrankung. Bei älteren Menschen über 65 Jahren sei die Wirksamkeit sogar auf 83,5 Prozent angestiegen. In den eigenen klinischen Studien für eine Zulasssung hatte Astrazeneca von einer Wirksamkeit von 70 Prozent gesprochen. Die neuen Studiendaten waren am Mittwoch im "New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Bei der aktuellen Studie waren die Daten von Probanden aus den USA, Peru und Chile analysiert worden. Die Hälfte der Probanden hatten zwei Dosen Impfstoff in einem Abstand von 30 Tagen erhalten. Keiner dieser Menschen hatte danach einen schweren oder kritischen Verlauf von Covid-19. In einer Gruppe von 8.500 Menschen, die ein Placebo erhalten hatten, kam es zu 8 schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung. Zwei Menschen aus dieser Gruppe waren wegen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Studienleiterin Anna Durbin erklärte, sie sei "positiv überrascht“ über die Ergebnisse des britischen Impfstoffs. Die Studien war im Zeitraum vom 8. August 2020 bis zum 15. Januar 2021 durchgeführt worden. Die Daten beziehen sich also eindeutig nicht auf die aktuell zirkulierende Delta-Variante, sondern weitgehend auf den Wildtypen von Sars-CoV-2.
Hinsichtlich der Wirkung gegen die Delta-Variante gibt es weitere Ergebnisse aus Großbritannien. Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) soll der Infektionsschutz gegen die Delta-Variante nach Analyse der vorliegenden Daten bei rund 60 Prozent liegen. Schwere Verläufe einer Erkankung wurden um 92 Prozent reduziert. Eine weitere Studie im "New England Journal of Medicine” publizierte Studie ermittelte allerdings auch bei der Delta-Variante eine Schutzwirkung von 67 Prozent. In Deutschland waren insgesamt 12,5 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht worden. 8,5 Millionen Erstimpfungen und lediglich 3.5 Millionen Zweitmpfungen. Mittlerweile ist der Astrazeneca Impfstoff in 170 Ländern weltweit zugelassen.