Sexsymbol, Skandalfrau, Stilikone. Brigitte Bardot vereint so einige Gegensätze in sich. Am 28. September 2019 feiert die legendäre Französin ihren 85. Geburtstag. Sie lebt heute zurückgezogen auf ihren beiden Anwesen La Madrague und La Garrigue in Saint-Tropez. Zusammen mit ihrem vierten Ehemann, dem Industriellen Bernard d'Ormale (78), und vielen, vielen Tieren. Seit dem Ende ihrer Schauspiel-Karriere hat sie sich ganz und gar dem Tierschutz verschrieben. Das steckt hinter dem Mythos BB, wie das einstige Sexsymbol auch genannt wird.
Wie alles begann...Am 28. September 1934 wird Brigitte Anne-Marie Bardot in Paris geboren. Sie wächst in gutbürgerlichen, konservativen Verhältnissen auf; ihr Vater ist Unternehmer. Mit 15 beginnt sie zu modeln und landet schon bald auf dem Cover der "Elle". Kurz darauf verliebt sich Brigitte Bardot in den Regieassistenten Roger Vadim (1928 - 2000), doch ihre Eltern verbieten ihr zunächst die Beziehung.
Schließlich stimmen Bardots Eltern einer Verlobung zu und mit gerade mal 18 Jahren heiratet die aufstrebende Schauspielerin den Assistenten. In diesem Jahr spielt die damals noch Natur-Brünette in ihrem ersten französischen Spielfilm "Le Trou Normand" mit. Kurz darauf wird sie schwanger - und lässt das Kind heimlich abtreiben.
Bardots internationaler DurchbruchNach vielen kleinen Rollen schafft sie ihren internationalen Durchbruch mit dem Film "Und immer lockt das Weib" unter der Regie ihres Ehemannes Vadim. Er hat sie als weibliche Hauptrolle besetzt, sie verliebt sich aber während des Drehs in ihren Filmpartner Jean-Louis Trintignant (88). Nach der Veröffentlichung des Films gilt sie als Sexsymbol und erhält viele Angebote aus Hollywood - die Bardot jedoch vehement ablehnt.
Das Ehepaar geht schon eine ganze Zeit getrennte Wege, als sich Bardot im Dezember 1957 endgültig scheiden lässt. 1959 wird Bardot wieder schwanger und heiratet aus Panik den Vater ihres Kindes, Jacques Charrier (82). Im darauffolgenden Jahr bringt sie ihren Sohn Nicolas-Jacques Charrier (59) zur Welt. Doch der Druck der Öffentlichkeit lastet schwer auf ihren Schultern.
1963 lassen sich auch Charrier und Bardot scheiden. Er erhält das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn - während Brigitte Bardot ihren Ruf als Sexsymbol und gefragte Schauspielerin weiter festigt. Ihr erfolgreichster Film "Viva Maria!" erscheint 1965. Die Komödie wird mit dem "Grand prix du cinéma francais" als bester französischer Film ausgezeichnet. Außerdem wird Bardot für ihre Rolle als Maria I mit dem damaligen französischen Filmpreis "Étoile de Cristal" als beste Darstellerin geehrt.
Brigitte Bardot und Gunter Sachs