In Deutschland wird das potenziell tödliche Virus von der Gemeinen Stechmücke (Culex pipiens) übertragen. Vor allem die längeren Sommer und die gestiegeneTemperaturen begünstigen die Ausbreitung der Mücke und auch des Virus. Der Erreger ist in bereits in vielen tropischen Regionen rund um den Globus heimisch und wurde zunächst durch die Zugvögel verbreitet, In vielen Ländern Südeuropas wird das Virus saisonal im Sommer übertragen. In Deutschland "zirkuliert das Virus zumindest regional zwischen Mücken und Vögeln" stellt das RKI in seinem Bericht klar. Doch auch Säugetiere wie Pferde können sich anstecken. Für Menschen ist das Virus ebenfalls potenziell tödlich. In 80 Prozent der Fälle verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen ohne Symptome. Bei einem Fünftel zeigt sich die Erkrankung mit einer milden Symptomatik wie Fieber oder Hautausschlag. Doch bei einem Prozent der Erkrankten kommt es zu Hirnhautentzündungen oder einer sogenannten Enzephalitis, die sogar tödlich enden kann. Bisher gibt es keinen Impfstoff gegen dieses Virus.