Schon wieder neue Nebenwirkung nach Corona-Impfung entdeckt - Bei diesen Symptomen sollte man vorsichtig sein

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Schon wieder neue Nebenwirkung nach Corona-Impfung entdeckt - Bei diesen Symptomen sollte man vorsichtig sein

News (2 / 1) 11.09.2022 23:33 / Simo Symbolbild imago


Diese Symptome treten beim Guillain-Barré-Syndrom auf

Beim Guillain-Barré-Syndroms (GBS) handelt es sich um eine überschießende Immunreaktion des Körpers, bei dem dieser seine eigenen Nervenzellen angreift (Autoimmunreaktion). Weil dann einige Nerven nicht mehr in der Lage sind Reize zu übertragen, treten als Folge der Erkrankung dann Lähmungserscheinungen und Atemproblemen auf. Die Lähmungen verspüren die Patienten zunächst meist in den Extremitäten, wobei die Lähmungen in den Beinen beginnen und dann auf die Arme übergehen. Bei schwereren Fällen werden dann auch das Gesicht und in schlimmsten Fällen die Atemmuskulatur beeinträchtigt. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, dann bestehen gute Aussichten auf Heilung. Aus diesem Grund ist es wichtig bei Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Extremitäten und im Gesicht sofort einen Arzt zu konsultieren. Normalerweise steht das Guillain-Barré-Syndrom mit bakteriellen oder viralen Infektionen in Zusammenhang. Besonders häufig wurde es beispielsweise nach einer Infektion mit dem Zika-Virus beobachtet. Auch nach einer Corona-Infektion wurde das Syndrom vermehrt beobachtet.

Guillain-Barré-Syndrom auch als seltene Nebenwirkung nach Impfung mit Johnson & Johnson beobachtet

Schon im Juli hatte die EMA das Guillain-Barré-Syndromauf die Liste der seltene Nebenwirkung von Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson gesetzt. Zum gleichen Schluss war auch die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC gekommen. Beide Behörden waren jedoch auch darin einig, dass die Vorteile der Corona-Impfung die Risiken bei Weitem überwiegen. "Insgesamt ist das GBS-Risiko durch die Impfung gegen Sars-CoV-2 nach heutigem Kenntnisstand als sehr gering einzustufen – und wir haben zum Glück eine wirksame Therapie dieses Krankheitsbilds zur Verfügung", bestätigt auch Peter Berlit, der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Das Syndrom sei sowohl mit Immunglobulinen als auch durch ein Verfahren zur Blutreinigung behandelbar. Bei den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech waren bislang offenbar keine Fälle des Guillain-Barré-Syndrom beobachtet worden. Und dass, obwohl die Vakzine in Deutschland häufiger verabreicht werden, als die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson.