Doch wegen des hohen Gewichts der Fracht konnte das Schiff sich lediglich mit einer Geschwindigkeit von 7 statt 9 Knoten fortbewegen und viel so hinter die restlichen Boote des Konvoys zurück. Am 13. April wurde das Schiff am Morgen gegen etwa 9.15 Uhr von einem sowjetischen Torpedobomber versenkt. Die beiden Minensucher konnten im Anschluss an den Angriff 150 Menschen aus dem Wasser retten und auch eines der sowjetischen Flugzeuge abschießen. Lange blieb das Wrack der "Karlsruhe" dann unentdeckt, bis es im Sommer 2020 von den polnischen Hobbytauchern gefunden wurde. Nun soll mit Hilfe eines 80 Meter lange Spezialschiffs des holländischen Reeders Klaas Wiyj (58) eine 11-tägige Tauchexpedition zu dem Wrack stattfinden. Schon bald dürfte also geklärt werden, ob sich das Bernsteinzimmer tatsächlich an Bord des Schiffes befunden hat.