Seit genau einem Vierteljahrhundert wird "Die Goldenen Henne", Deutschlands größter Publikumspreis, verliehen. Zu diesem Jubiläum flanierten die prominenten Gäste in Scharen über den roten Teppich in Leipzig und haben sich viel Zeit für ihre Fans genommen, die Selfies machten, Autogrammwünsche hatten oder einfach nur einen Blick auf Ihre Stars erhaschen wollten.
Bei der Gala auf der Leipziger Messe konnten sich 53 Nominierte in den Kategorien Entertainment, Schauspiel, Musik, Sport, Aufsteiger des Jahres und #onlinestars Hoffnung auf den Preis machen. Die Jury vergab außerdem noch Goldene Hennen in den Rubriken Lebenswerk, Charity sowie zwei Ehrenpreise.
Die ersten Preisträger 2019 wurden schon im Vorfeld bekannt gegeben. Der Ehrenpreis in der Kategorie Politik ging an die Montagsdemonstranten, die vor 30 Jahren, im Wendeherbst des 4. September 1989 in Leipzig, den Weg zur deutschen Einheit mitebneten: Kathrin Hattenhauer, Gesine Oltmanns, Uwe Schwabe, Christian Dietrich und andere wagten die erste Montagsdemo nach dem wöchentlichen Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche. Mit Transparenten, die unter anderem "Für ein offenes Land mit freien Menschen" und "Reise, Meinungs- und Pressfreiheit" forderten, traten sie heraus auf den Nikolaikirchhof.
Julius Weckauf begeistert mal wiederUnter den weiteren Preisträgern war es der elfjährige Jung- Schauspieler Julius Weckauf in der Kategorie "Aufsteiger des Jahres", der die Zuschauer mit seinem Charme begeisterte: Im Film "Der Junge muss an die frische Luft" überzeugte er so sehr, dass dieser inzwischen auch international im Kino läuft. Hape Kerkeling kam als Überraschungsgast und überreichte ihm die Goldene-Henne-Trophäe.
Ein weiteres Highlight war die Preisträgerin in der Kategorie "Schauspiel". Emilia Schüle bedankte sich mit einer sehr emotionalen Rede bei Martin Schreier, Sebastian Fruner und dem erst kürzlich verstorbenen Produzenten Tom Zickler, in deren Film "Traumfabrik" sie die Hauptrolle spielt. Bei einem Gespräch abseits der Bühne erzählte Emilia auch, warum: "Es war ein sehr bewegender und wichtiger Tag, weil der Film durch das Publikum nochmal diese besondere Anerkennung bekommt und so viel Herzblut drinnen gesteckt hat und wir einen Menschen gehen lassen mussten, der diesen Film initiiert und für mich geschrieben hat. Deswegen sind wir sehr stolz".