Regierungssprecher Seibert begründete die angedachte Maßnahme vor allem mit den steigenden Fallzahlen bei den jungen Menschen. "Das heißt all diejenigen, die sich impfen lassen können, haben eine Verantwortung gegenüber denen, die sich nicht per Impfung schützen lassen können", erklärte Seibert. Weil ein enngmaschiges Testen dazu beitrage die Ausweitung des Virus einzudämmen und mögliche Infektionen früher zu entdecken, will die Bundesregierung die sogenannte 3G-Regel nun auch in Zügen und Flugzeugen umsetzen. In unserem Nachbarland Frankreich gilt diese Regel bereits in den Zügen. In Deutschland hingegen gilt die 3G-Regel aktuell nur bei Auslandsflügen sowie in einigen wenigen Bereichen des öffentlichen Lebens. Allerdings stellt sich gleich die Frage der Kontrolle. Diese bezeichnete Kristian Loroch, Vorstandsmitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), als schwierig. Loroch forderte, dass die Maßnahmen gegen das Coronavirus auch "umsetzbar und praktikabel" sein müssten. Deshalb sollte eine eventuelle Einführung der 3G-Regel nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter erfolgen, verdeutlichte Loroch. Schon jetzt plane die Bahn Personal in den Zügen zu reduzieren, "was ohnehin schon zu einer erhöhten Belastung für die Beschäftigten führen wird". "Eine 3G-Kontrolle würde diese Situation weiter verschärfen und ist deshalb für uns nicht tragbar", zieht Loroch Bilanz. Schon bei der Maskenpflicht hatte es von der EVG Kritik gegeben, weil auch diese Maßnahme vom Bahnpersonal nur schwer zu kontrollieren sei.