Hamburg: 11 Todsopfer auf Krebsstation durch Covid-19 - Schlamperei am renommierten UKE?

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Hamburg: 11 Todsopfer auf Krebsstation durch Covid-19 - Schlamperei am renommierten UKE?

News (1 / 1) 26.08.2022 23:34 / Tim Symbolbild imago


Eine Todes-Akte zu zahlreichen Todesfällen durch Covid-19 bringt nun das renommierte Hamburger UKE in Bedrängnis. Denn dort waren zwischen März und April 2020 11 Patienten auf der Krebsstation am Coronavirus gestorben. Insgesamt sollen sich 53 Menschen dort mit dem Virus infiziert haben. Nun wurde ein "vorläufiger Bericht" zu diesen Vorfällen veröffentlicht.

Bericht soll Ursachen für 11 Todesfälle durch Coronavirus auf Krebsstation des Hamburger UKE aufklären

Die Fakten sind auf jeden Fall erschütternd! Zwischen März und April 2020 waren insgesamt elf Patienten auf der Krebsstation des Hamburger UKE an Corona gestorben. Insgesamt hatten sich 53 Menschen infiziert. Sämtliche Vorfälle hatten sich in einem Zeitraum von nur 27 Tagen abgespielt. Eigene Fehler will die Klinik dabei aber offenbar nicht eingestehen. Dies geht nun aus einem 17-seitigen "vorläufigen Bericht“ hervor, den das UKE erstellt und an die Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (43, Grüne) übergeben hatte. Dieser Bericht trägt das Datum 17. September 2020 und wird seitdem offenbar geheimgehalten. Denn offenbar befürchten sowohl die Hamburger Behörde als auch das UKE, dass man den Bericht sonst zur Erstreitung von Schdensersatz gegen das UKE verwenden könnte. Der Bericht bescheinigt unter anderem, dass "die Maßnahmen, die am 6./7. April (da wurde erst das volle Ausmaß des Corona-Ausbruchs erkannt) hinreichend waren, um eine Weiterverbreitung unter Patienten zu stoppen“. Allerdings stammt der Bericht aus der Feder des "UKE-Qualitätsmanagement", das der eigenen Klinik damit praktisch einen Persilschein aus dem eigenen Haus einräumt.