Zuletzt waren vermehrt Fälle aufgetreten, bei denen sich die Delta-Variante des Coronavirus auch unter den gegen das Coronavirus geimpften Personen verbreitet hatte. Aus diesem Grund ist es auch weiterhin wichtig, die Infektionen nachzuverfolgen, Masken zu tragen und Abstand zu halten. Wissenschaftler gehen nun der Frage nach wie häufig die Ansteckung geimpfter Personen durch die Delta-Variante erfolgt.
Erste Untersuchungen hatten gezeigt, dass die Impfstoffe die Anzahl der Ansteckungen mit dem heimtückischen Coronavirus deutlich senken. Allerdings wurden die meisten Untersuchungen durchgeführt, bevor die Delta-Variante sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat. Nun werden rund um den Globus Fälle bekannt, bei denen sich auch geimpfte Menschen mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert haben. Jetzt scheinen Daten aus den USA, Großbritannien und Singapur zu bestätigen, dass geimpfte Personen, die sich durch die Delta-Variante mit Sars-CoV-2 infizieren, offenbar die gleiche Anzahl an Viruspartikel in ihrer Nase tragen können, wie Personen, die bisher nicht gegen Covid-19 geimpft wurden. Dies könnte dazu führen, dass auch die geimpften Personen das Virus weitergeben können. "Menschen, die ein Delta-Virus und zufällig eine Durchbruchinfektion haben, können wirklich hohe Virusmengen in sich tragen und das Virus unwissentlich an andere weitergeben", verdeutlicht nun David O'Connor, ein Virologe von der Madison Universität im US-Bundesstaat Wisconsin. Aus diesem Grund pocht der Virologe auch darauf, dass die Menschen sich trotz der Impfungen weiter schützen sollen. Er empfiehlt das Tragen von Schutzmasken in Innenräumen und auch das Abstandhalten, um Ansteckungen zu vermeiden.