Wie ein Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) jetzt bestätigt, scheint es eine "gewisse Unsicherheit“ bei der Interprätation der Impfdaten geben. Offenbar könnten Meldungen im sogenannten Digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) dazu führen die Impfquoten zu unterschätzen. Vor allem bei jüngere Menschen scheinen bereits mehr Personen als vermutet geimpft zu sein.
Beim am Dienstag durchgeführten Corona-Gipfel war entschieden worden, dass zukünftig weiter strenge Regeln und Beschränkungen für Ungeimpfte angewendet werden sollen. Einer der Gründe für diese Entscheidung sei die dadurch erfolgende Erhöhung des Impfdrucks gewesen. Doch nun scheint es so, als seien bereits mehr Menschen geimpft als bislang angenommen. Es könnte nämlich eine Differenz zwischen den Zahlen des RKI und den tatsächlichen Zahlen bestehen. Sind also bereits mehr Menschen geimpft als angenommen? Denn das sogenannte DIM gewinnt die Zahlen aus den Meldungen von Impfzentren, mobilen Impfteams, Krankenhäusern und zuletzt auch Betriebsmedizinern. Außerdem fließen dort nach Mitteilung des RKI fließen auch die Daten der niedergelassenen Ärzte und Privatärzte ein. Aus diesen Zahlen wird dann das sogenannte Impf-Dashboard gebildet. Doch neben dieser Methode gibt es auch eine RKI-Erhebung namens Covimo. Dort wird die Impfquoten mit Befragungen unter den Personen hochgerechnet. In der jüngsten Covimo-Erhebung die von Ende Juni bis Mitte Juli vorgenommen worden ist, war es unter den 1.000 befragten Erwachsenen und den Zahlen des DIM zu erheblichen Differenzen gekommen. So soll die Quote der Erstimpfungen deutlich höher ausgefallen sein. Besonders bei den 18 - 59 Jahre alten Personen sei die Differenz enorm. So meldet DIM eine Impfquote von 59 Prozent, während die Umfrage zu einem Ergebnis von 79 Prozent kommt.