Nachdem die internationalen Truppen ihren Abzug aus Afghanistan weiter fortsetzen, fällt zur Zeit eine Provinzhauptstadt nach der anderen an in die Händer der Taliban. Aus diesem Grund befürchtet der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Röttgen, einen Dominoeffekt, der Folgen für das ganze Land haben könnte. Um dies verhindern, wollte Norbert Röttgen gar einen Einsatz der Bundeswehr nicht ausschließen.
Gerade erst haben die Taliban die afghanischen Stadt Kundus eingenommen, die lange Zeit einen Stützpunkt der Bundeswehr beheimatet hatte. Im Zuge des immer weiteren Vorrücken der Taliban hat jetzt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, sogar davor gewarnt, dass es zu einem internationalen "Desaster" kommen könne. Denn in Afghanistan sei im Augenblick die Gefahr groß, dass die radikalen Islamisten schon bald das ganze Land eroberten könnten. Sogar die Hauptstadt Kabul sei in Gefahr, wie der CDU-Politiker gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärte. "Es darf jetzt nicht zugelassen werden, dass sie militärisch einseitig Fakten schaffen", fordert Röttgen, nach dessen Ansicht dann keine Aussichten mehr auf eine politische Lösung bestehen würden.