Hält die Corona-Immunität über Jahrzehnte? Immunologe macht Hoffnung für die Zukunft!

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Hält die Corona-Immunität über Jahrzehnte? Immunologe macht Hoffnung für die Zukunft!

News (2 / 1) 07.08.2022 23:34 / Tim Symbolbild imago


Auch die Untersuchung von SARS-CoV-1-Patienten aus dem Jahr 2003 legt nahe, dass die Immunität gegen das Coronavirus lange anhalten könnte. Denn diese Patienten haben nach 17 Jahre noch immer so viele Antikörper im Blut, wie sie ein Jahr nach der Infektion mit dem Virus aufgewiesen hatten. Daraus schlusssfolgert Radbruch, dass auch COVID-19 Genese ohne die zusätzliche Impfung ausreichend vor dem aktuellen Coronavirus geschützt sind. Außerdem würde dies besdeuten, dass für doppelt Geimpfte eventuell keine dritte Impfung notwendig sei, erklärt der Immunologe. Die dritte Impfung könne nach Meinung von Radbruch nur dann sinnvoll sein, wenn Patienten bei der ersten Impfung oder der Infektion Probleme gehabt haben. In diesem Fall könnte das Immunsystem der Patienten geschwächt sein. "Doch bei den meisten pendeln sich nach etwa sechs Monaten die Antikörperkonzentrationen im Blut ein und bleiben mehr oder weniger konstant bei etwa 10-20 Prozent des maximalen Wertes der Impfreaktion oder Infektion. Ein Wert, der uns immer noch schützt! Denn das Immunsystem ist smart und macht nur so viel, wie es machen muss. Hätten wir ständig eine akute Immunreaktion im Körper, könnte das auf Dauer sogar ein gewisses Risiko darstellen, zum Beispiel für die Entwicklung von Autoimmunkrankheiten“, warnt Radbruch.

Immunologe warnt vor dem Risiko unnötiger Impfungen

Aus diesem Grund rät Radbruch auch vor unnötig häufigem Impfen ab. Weil eben auch jede Impfung aus dessen Sicht ein Risiko von Nebenwirkungen berge, die sich irgendwann sogar potenzieren könnten. "Als Immunloge bin ich sehr fürs Impfen, aber es kann dabei auch zu Kollateralschäden kommen, die aufgrund der relativ kurzen Beobachtungsdauer derzeit noch nicht alle bekannt sind. Es handelt sich bei der Impfung schließlich um eine herbeigeführte Immunreaktion, die eine Entzündungsreaktion im Körper auslöst. Solange wir keine Daten haben, wie die Antikörperspiegel konkret bei bestimmten Bevölkerungsgruppen 6 und 12 Monate nach der Impfung aussehen, kann man kein Urteil darüber fällen, ob eine Wiederholungsimpfung überhaupt notwendig ist“, kritisiert Radbruch den Schnellschuss der Gesundheitsministerkonferenz. Bisher gibt es auch keine Anzeichen auf eine Variante gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht wirken könnten. "Sie wirken zwar unterschiedlich stark, aber bisherige Studien haben gezeigt, dass es immer genügend Antikörper gibt, um das Virus im Körper zu neutralisieren. Das Coronavirus kann sich bisher also nicht komplett ‚unsichtbar‘ machen, egal, wie es mutiert. Das ist bei Grippeviren anders, weshalb hier eine jährliche Impfung bei bestimmten, besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen empfohlen wird“, schlussfolgert der Immunologe.