Wie sicher ist die Impfung für Kinder? Gegen den Willen der Stiko - Bundestagspräsident Schäuble fordert Impf-Empfehlung für Kinder ab 12 Jahren!

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Wie sicher ist die Impfung für Kinder? Gegen den Willen der Stiko - Bundestagspräsident Schäuble fordert Impf-Empfehlung für Kinder ab 12 Jahren!

News (2 / 1) 31.07.2022 23:33 / Frank Symbolbild imago


In Deutschland werden bereits Kinder geimpft

Bereits seit dem 7. Juni können die Eltern der Kinder entscheiden, ob diese ab einem Alter von 12 Jahren geimpft werden sollen. Seitdem hatte die EMA nämlich die Zulassung für 12- bis 15-Jährige für den Corona-Impfstoff Corminarty von Biontech/Pfizer gegeben. Mittlerweile wurde auch der Impfstoff von Moderna für diese Altersklasse freigegeben. Während in Deutschland allerdings lediglich wenige Tausend Kinder in diesem Alter geimpft wurden, haben in Kanada beispielsweise schon mehr als 2,5 Millionen 12- bis 15-Jährige eine Dosis bekommen. Trotzdem sind Daten Mangelware. Lediglich eine Studie von Biontech/Pfizer mit insgeamt 2.260 Kindern von 12 bis 15 Jahren war vor einiger Zeit im Fachmagazin "New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden. Lediglich die Hälfte der Kinder waren geimpft woden. Dia anderen 1.130 Kinder hatten ein Placebo erhalten. Auch deshalb spricht sich der Berliner Kinderarzt Dr. Martin Karsten (61) gegen die Impfungen aus. "Ich würde aktiv nicht dafür werben, Kinder zu impfen, da man sich 100 Prozent sicher sein muss, dass es sich um eine für Kinder sichere Impfung handelt. Dafür ist die Datenlage aber derzeit noch sehr dünn“, erklärte der Mediziner gegenüber der "Bild"-Zeitung und liegt damit auf der selben Wellenlänge wie Stiko-Chef Thomas Mertes (71). Denn auch dieser sagt: "Die Zahl der in der Studie geimpften Kinder ist einfach zu gering, um eine belastbare Aussage über die Sicherheit in dieser Altersgruppe zu machen.“

Welche Nebenwirkungen sollen bei Kindern auftreten?

Laut der Biontech-Studie sollen die Nebenwirkungen bei Kindern in der Altersklasse zwischen 12 und 15 Jahren ähnlich derer bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Altersgruppe zwischen 16 und 25 Jahren sein. Dies seien meist Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Offenbar treten die Nebenwirkung bei der 2. Impfung häufiger auf als bei der Erstimpfung. 1,3 Prozent der Kinder in der Studie hatte jedoch schwere Impfreaktionen gezeigt. Stiko-Chef Mertens betont, dass diese Impfreaktionen zwar nicht zu Schäden führen müssten, dass man jedoch bisher nichts über mögliche Spätfolgen oder deutlich seltener auftretende Nebenwirkungen wissen würde. Unterdessen arbeitet die Pharmaindustrie bereits an Impfstoffen für Kinder unter 12 Jahren. So wollen Pfizer und Biontech wohl noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren beantragen und mit Studien bei Kindern unter 5 Jahren beginnen. Moderna hat mittlerweile bereits eine klinische Studie gestartet, um den Impfstoff an Kindern zwischen 6 Monaten und 11 Jahren zu testen. Auch bei AstraZeneca läuft eine Studie mit 300 Kindern im Alter zwischen 6 und 17 Jahren. Bis die Studiendaten vorliegen dürfte es allerdings noch etwas dauern.