Weltweit Rekordtemperaturen! Haben wir bald Klimaflüchtlinge in Deutschland? Klimakatastrophe setzt sich fort

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Weltweit Rekordtemperaturen! Haben wir bald Klimaflüchtlinge in Deutschland? Klimakatastrophe setzt sich fort

News (1 / 1) 06.07.2022 23:34 / Angela Symbolbild imago


In vielen Teilen der Welt spielt das Wetter durch den fortschreitenden Klimawandel verrückt. Trotz einem massiven Einbruch von eisiger Kaltluft meldet Neuseeland nun einen Wärmerekord mitten im Winter. Klimaexperten sehen in dieser Entwicklung ein deutliches Zeichen, dass der Klimawandel immer weiter fortschreitet. Droht bald gar eine Flüchtlingswelle von unvorstelbarem Ausmaß?

Wetter in Neuseeland spielt verrückt - Hat der Klimawandel längst begonnen?

Jetzt spielt das Wetter auch in Neuseeland verrückt. Zunächst hatte ein antarktischer Wintersturm große Teile von Neuseeland in der letzten Woche ins Chaos gestürzt, doch jetzt meldet der Inselstaat aktuell Rekordtemperaturen. Zudem wurde in Neuseeland der insgesamt der heißesten Juni seit dem Beginn der Aufzeichnung der Wetterdaten registriert. Dort herrscht im Augenblick allerdings Winter. Das National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA) bestätigt, dass die Durchschnittstemperatur im Juni etwa um 2 Grad höher als üblich gelegen habe. In insgesamt 24 Orte im ganzen Land waren neue Rekordwerte hinsichtlich der Temperaturen erreicht worden. Besonders hohe Temperaturen wurden in Motueka gemessen. Dort sollen die Durchschnittstemperaturen eigentlich in dieser Jahreszeit bei 10,8 Grad liegen. In diesem Jahr war es im Juni dort um durchschnittlich 3,2 Grad wärmer.

Temperaturen in Neuseeland liegen trotzt Kälteeinbruch durchschnittlich 2 Grad zu hoch

Der Klimawissenschaftler Gregor Macara macht deutlich, dass der Temperaturanstieg um 2 Grad "eine massive Verschiebung" im Vergleich zum Durchschnittwert darstelle. Viele Meteorologen machen den Klimawandel für den Temperaturanstieg verantwortlich. Auch die Oberflächentemperatur des Pazifik sei deutlich wärmer als normal. Dafür verantwortlich seien wiederum die Nordostwinde, die mehr subtropische Warmluft in die Gegend bringen als gewöhnlich. "Da wir ein Inselstaat sind, ist unser Klima maritim, also vom Meer beeinflusst. Die wärmeren Meeresoberflächen trugen dazu bei, die wärmeren Lufttemperaturen aufrechtzuerhalten", erklärte Macara gegenüber der englischen Zeitung "Guardian". Die Temperaturen in Neuseeland waren in den letzten 100 Jahren um 1 Grad angestiegen. Dies trage nun zu den wärmeren Temperaturen bei, wie Macara vermutet. Er kündigte zudem an, dass sich die Wirtschaft des Landes auf eine Verschärfung der Entwicklung einstellen müsse.

Klimawandel bleibt nicht verborgen