Die Stiko ändert deshalb nun auch die Empfehlung der Abstände zwischen den beiden Impfstoffdosen. Diese sollen zukünftig bei einer Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer bei drei bis sechs Wochen liegen. Für die Impfung mit dem Impfstoff von Moderna werden vier bis sechs Wochen veranschlagt, während bei den Impfungen mit AstraZeneca neun bis zwölf Wochen vergehen sollen. Beim Tausch der Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff soll der Zeitraum künftig bei 4 Wochen liegen. Erste Studien deuten darauf hin, dass die Wirkung der Kombi-Impfung gut verträglich für die Impfwilligen ist. Die Erfahrungen seien in diesem Fall ähnlich zu denen einer doppelten Impfung mit dem Impfstoff von Biontech. Zudem soll die Schutzwirkung auf diese Weise ähnlich gut sein, wie bei einer doppelten Biontech-Impfung.
Nach Auswertung der Daten aus Großbritannien waren leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Fieber bei einigen Menschen festgestellt worden, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hatten. Beschwerden bei Zweitimpfungen waren ähnlich oft aufgetreten wie bei reinen Biontech-Impfungen. Insgesamt habe es keine Probleme bei den Kombi-Impfungen gegeben, berichtet die Forschergruppe. Mittlerweile hat sich die Delta-Variante stark ausgebreitet. Sie soll mittlerweile für gut 50 Prozent der Covid-19-Fälle verantwortlich sein. Im Zeitraum zwischen dem 14. bis zum 20. Juni hatte der Anteil bereits 37 Prozent betragen. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass Delta kurz davor steht, die bisher dominierende Alpha-Variante des Coronavirus abzulösen.