In Portugal wurde tausenden deutschen Urlaubern ihre Ferien bereits vermiest. Denn viele Touristen packen vorseitig die Koffer um aus dem südeuropäischen Land nach Deutschland zurückzukehren, da sich die Delta-Variante dort ziemlich stark ausbreitet. Alle Rückkehrer müssen zudem für 14 Tagen in Quarantäne, weil Portugal vom Robert-Koch-Institut zum Virusvariantengebiet erklärt wurde. Daraufhin hat der Reiseveranstalter TUI sämtliche Reisen nach Portugal bis Ende Juli annulliert. Wer eine Reise nach Portugal gebucht und bezahlt hat, soll kostenlos umbuchen können. Wer seinen Urlaub vor Ort vorzeitig beenden oder weiter dort bleiben möchte, werde auf jeden Fall nach Hause gebracht, hatte der TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak erklärt. Trotz der Sorge wegen der Delta-Variante des Coronavirus buchen die Bundesbürger offenbar auch weiterhin ihren Sommerurlaub. "Ich hoffe, dass wir mit Delta keinen Kampf zu führen haben werden”, hofft Andryszak im Hinblick auf das Reiseprogramm des Anbieteres im Winter. Er hoffe zudem, dass im Winter 80 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.
Wie gefährlich das Coronavirus noch immer ist, zeigt sich in anderen Ländern, wo die Zahlen trotz der Impffortschritte wieder ansteigen. In Großbritannien sind die Inzidenzwerte bereits auf über 150 angestiegen. Aus diesem Grund will die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ein komplettes Reiseverbot für die Briten in die Länder der EU durchsetzen. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) plädiert für eine"zehntägige Quarantäne mit erstem Test nach fünf Tagen für Briten in allen EU-Ländern“. Lauterbach sagte, es könne nicht sein, dass "in der letzten Phase vor der Impfung noch ganz Europa im Urlaub der Delta-Variante aus England ausgesetzt wird“. Auch in Israel waren bereits alle Restriktionen aufgehoben worden, doch durch die Delta-Variante steigen die Zahlen. Deshalb wurde die Maskenpflicht in Innenräumen dort wieder eingeführt. In Australien wird die Region um den Großraum Sydney erneut einen zweiwöchigen Lockdown starten. Das von der Kanzlerin geplante Einreiseverbot der Briten dürfte aber vor allem bei den Ländern im Süden Europas Proteste auslösen. Um die Pandemie einzudämmen braucht es laut Merkel einheitliche Reiseregeln für ganz Europa. Die deutsche Position wird unter anderem vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterstützt. Bis es zu einer Entscheidung kommt, könnte ab er noch dauern. Aus diesem Grund sollen nun wohl erst einmal nationale deutsche Bestimmungen verschärft werden.