Zweiter deutscher Impfstoff mit nur 47% Wirksamkeit! Rückschlag für unsere Impfkampagne?

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Zweiter deutscher Impfstoff mit nur 47% Wirksamkeit! Rückschlag für unsere Impfkampagne?

News (2 / 1) 17.06.2022 23:33 / Angela Symbolbild imago


Daher rechnet der SPD-Politiker auch mit Konsequenzen für den Impffortschritt in Deutschland. "Für unsere Impfkampagne bedeuten der Wegfall von Curevac und die geringere Liefermenge von Biontech, dass wir erst Mitte September Herdenimmunität erreichen können, selbst ohne Impfung der Kinder", sagte Lauterbach.

Für die laufende Impfkampagne in Deutschland ist das Curevac-Präparat laut einem Medienbericht ohnehin nicht mehr eingeplant. Das habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seinen Amtskollegen der Bundesländer während der vergangenen Ministerkonferenz gesagt, berichtete der "Mannheimer Morgen" vor einer Woche. Demnach sprach Spahn von einer "der größeren Enttäuschungen".

Curevac-Chef Haas bleibt allerdings weiter zuversichtlich. "Wir halten an dem Vakzin fest, bis wir die finale Auswertung haben", sagte Haas dem "Handelsblatt". Entscheidend sei letztlich die Detailauswertung der endgültigen Daten, auch mit Blick auf bestimmte Personengruppen und Virusvarianten.

Es gebe zum Beispiel klare Trends für eine Wirksamkeit bei Menschen unter 60 Jahren. Interessant könne das Vakzin eventuell als Ergänzung für andere Impfstoffe sein, also für sogenannte Booster-Impfungen, betonte Haas.

Curevac setzt wie das Mainzer Unternehmen Biontech auf einen modernen mRNA-Impfstoff. Das Mittel der Tübinger galt lange als höchst vielversprechend. Noch im April hatte das Unternehmen angegeben, auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA im Mai zu hoffen. Die Tübinger Pharmafirma liegt damit ohnehin schon hinter ihrem Zeitplan für die Zulassung des Vakzins zurück.

Der CDU-Gesundheitsexperte und Europaabgeordnete Peter Liese schlug im "Handelsblatt" vor, Curevac könnte jetzt einen großen Beitrag leisten, indem das Unternehmen "den mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna als Auftragsfertiger produziert".