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News (1 / 1) 05.06.2022 23:33 / Torben
Symbolbild imago
Es ist soweit, ab Montag fällt die Impfpriorisierung in ganz Deutschland! Jeder der möchte kann sich einen Impftermin geben lassen! Aber - ist überhaupt genug Impfstoff da? Ärzte haben Angst vor dem Ansturm auf die Praxen. So soll es jetzt funktionieren.
Impfpriorisierung fällt am Montag
Ärztinnen und Ärzte in Deutschland bereiten sich auf eine überwältigende Nachfrage nach Corona-Impfungen vor, sobald am Montag die Priorisierung aufgehoben wird. Er rechne mit einem "Ansturm auf die Praxen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. Der Betriebsärzteverband dämpfte Erwartungen an den Einstieg der Werksmediziner in die Impfkampagne.
Am Montag wird in Deutschland die Priorisierung für die Corona-Impfungen aufgehoben, wobei die Bundesländer abweichende Vorgaben machen können. Dann können sich grundsätzlich alle hier lebenden Menschen ab zwölf Jahren impfen lassen.
"Bitte haben Sie Geduld und bedrängen Sie nicht die Ärzte und Ärztinnen und deren Teams, die medizinischen Fachangestellten", appellierte KBV-Chef Gassen an die Menschen. "Alle werden geimpft werden - und das so schnell wie möglich. Aber nicht alle auf einmal." Obwohl die Mengen an verfügbarem Impfstoff kontinuierlich zunähmen, seien die Vakzine immer noch zu knapp.
Auch Dirk Heinrich, der Bundesvorsitzender des Virchowbundes, in dem die niedergelassenen Ärzte organisiert sind, sagte der Zeitung, es gebe weiterhin zu wenig Impfstoff. "Daher müssen wir unsere Patienten um Geduld bitten."
Überlastung der Praxen unausweichlich
Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, warf den Medizinern "Volksverdummung" vor. Die KBV habe seit Monaten die Impfpriorisierung "torpediert", sagte er der Nachrichtenagentur AFP