Allein durch die kurzfrsistige Aussetzung der Impfungen mit dem AstraZenca-Impfstoff waren 255 Impfdosen unbrauchbar geworden. Andere Gründe für die Vernichtung von Impfstoff waren Fehler bei der Vereinzelung der Impfstoffe, auf den Boden gefallene Spritzen in den Impfzentren und Spritzen bei denen sich die Kanülen gelöst hatten. Zudem mussten einige Impfstoffe vernichtet werden, weil den Pharmazeuten vor der Impfung ein Qualitätsmangel an den Impfstoffen aufgefallen war, Fehler bei der Vorbereitung des Impfstoffes begangen worden waren oder die Haltbarkeit des Impfstoffes bereits abgelaufen war. "Es kann nicht sein, dass der sowieso schon knappe Impfstoff weggeschmissen werden muss, obwohl viele Impfwillige sehnsüchtig darauf warten“, ereiferte sich FDP-Politiker Czaja. Aus diesem Grund fordert er nun Impfwillige der Gruppe 3 in digitale Wartelisten aufzunehmen, die eine kurzfristige Terminvergabe erlauben. Viele Menschen, die jedoch einen Termin vereinbart haben, nehmen diesen dann auch wahr. Die Quote der Menschen, die trotz des vereinbarten Termins nicht erscheinen liegt gerade einmal bei 0,77%.
Doch vielleicht könnte das Impftempo in den nächsten Tagen zunehmen. Ab Montag werden vermehrt Krankenhäuser und mobile Impfteams mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer beliefert werden. Dieser Impfstoff wird für die Erstimpfungen von neu verpflichtetem Personal, Rückkehrern aus der Elternzeit und die Zweitimpfung von unter 60-jährigen Mitarbeitern verwendet werden, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben. Die über 60-Jährigen, die ihre Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen nun in einem Zeitraum von 12 Wochen ihre 2. Impfung erhalten. Die unter 60-Jährigen werden ihre Zweitimpung ebenfalls nach 12 Wochen erhalten, dann allerdings einen mRNA-Impfstoff gespritzt bekommen. Diese Menschen sollen die 2. Impfung dann vermutlich im Impfzentrum Erika-Heß-Eisstadion erhalten. Die genauen Daten für die Impfungen können auch bei der Impf-Hotline des Bundeslandes unter der Telefonnummer (030) 9028 2200 angefragt werden.