Sollte sich an dere aktuellen Rentenregelung nichts ändern und die Zuwanderung nicht deutlich steigen, dann sollen im schlimmsten Fall bis ins Jahr 2040 4,2 Millionen Facharbeitsplätze verloren gehen. In diesem Fall würde die Anzahl der Facharbeitsplätze um 12 Prozent auf 31,2 Millionen schrumpfen. In einem mittleren Szenario kommen die Wissenschaftler zu dem Schluß, dass die Arbeitsplätze von 3,1 Millionen Fachkräfte wegfallen, was einer Senkung um 8,8 Prozent bedeute. Im besten Fall könnte durch eine gezielte Weiterentwicklung der Zuwanderungsregelungen und die Erhöhung des Alters zum Renteneintritt auf 69 Jahren die Anzahl der Fachkräfte auch in den kommenden Jahrzehnten auf einem nahezu konstanten Niveau gehalten werden. Doch bereits jetzt scheint sicher zu sein, dass sich das Fachkräfteangebot in den nächsten Jahrzehnten vor allem Strukturell stark verändern werde. Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass die jungen Menschen in den letzten Jahren immer mehr auf eine akademische Ausbildung setzen. Aus diesem Grund ist bereits jetzt zu erkenen, dass zukünftig die Anzahl der Akademiker ansteigen werde, während die Anzahl der beruflich qualifizierten Fachkräfte weiter nach unten gehen wird.