In Nordrhein-Westfalen operiert jetzt ein Vorzeige-Projekt. In Schwelm kann man nun im Auto direkt zur Impfung gegen das Coronavirus fahren. Denn dort existiert ein sogenanntes Drive-In-Impfzentrum. Dort muss man lediglich vorfahren, das Fenster runterkurbeln und dann den Oberarm hinhalten. Und schon bekommt man die Impfung verpasst. Eine Methode, die auch an anderem Orten Deutschlands umgesetzt werden könnte?
Offenbar stößt das neue Impf-Drive-In auf großen Zuspruch bei den Leuten vor Ort. Diese Konzept hatte man eingeführt, weil die Termine im Impfzentrum vor Ort im Ennepe-Ruhr-Kreis für Wochen ausgebucht sind. Aus diesem Grund hatte die Verwaltung am Wochenende reagiert und am Osterwochenende den temporären Impf-Drive-In aufgebaut. Dieser ist rund 500 Meter lang, verfügt über insgesamt zwei Impf-Zelte, und wird von 40 Mitarbeitern betrieben. Als Standort hat man sich dazu den Parkplatz einer Sporthalle ausgesucht. "Wir haben die Drive-In-Idee aus den USA und Israel kopiert. So können wir den Ansturm besser bewältigen“, erklärt Impfzentrum-Leiter Dr. Christian Füllers (65) gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch die Menschen sind von der Idee begeistert: "Alles super, man muss ja nicht einmal aussteigen. Solche Drive-In müsste es mehr geben, dann hätten wir Corona schneller hinter uns“, glaubt Claus Bergdoll (65) aus Hattingen, der als einer der ersten in dem Impf-Drive-In geimpft worden war.