Lebt Angela Merkel (64) über ihre gesundheitlichen Verhältnisse? Diese Frage stellen sich Millionen von Bundesbürgern. Beim Empfang des neuen ukrainischen Staatspräsidenten und dem Abspielen der Nationalhymne zitterte die Bundeskanzlerin plötzlich am ganzen Körper.
Der Ukraine-Botschafter Andij Melnyk war so geschockt, dass er später der "Bild" anvertraute: "Zuerst konnte ich meinen Augen nicht trauen und dachte, es war nur der Wind. Dann habe ich gebetet und den lieben Gott ersucht, dass die Kanzlerin sich schnell wieder wohlfühlen würde. Nur kurze Zeit später war sie Gott sei Dank wieder fit."
Laut Merkel war es WassermangelAngela Merkel führte ihren Schwächeanfall auf die Hitze und einen Wassermangel zurück: "Ich habe inzwischen mindestens drei Gläser Wasser getrunken. Das hat anscheinend gefehlt. Insofern geht es mir sehr gut." Bereits 2014 hatte sie beim CDU-Parteitag einen Schwächeanfall und musste ein Interview abbrechen. Und bei einer Reise nach Mexiko überkam sie ebenfalls das Zittern. Auch damals wurden Hitze und Wassermangel diagnostiziert.
Die Kanzlerin gilt als organisch gesund. Sie trinkt kaum Alkohol, isst in Maßen, und das Rauchen hatte sie schon vor Jahrzehnten aufgegeben. Doch sie hat einen Job, der zu den stressreichsten der Welt zu zählen ist. Ihr voller Terminkalender ist teilweise im Netz einsehbar. Im Extremfall ist sie auch rund um die Uhr im Einsatz. Anständige Erholungsphasen sind im Amt des Bundeskanzlers offenbar nicht vorgesehen.
Höhere Belastung als NormalbürgerIhr ganz normaler Alltag dürfte, rein zeitlich betrachtet, für einen Normalbürger der totale Ausnahmezustand sein. In der Regel steht sie morgens zwischen 6:00 und 6:30 Uhr auf. Wenn ihr Tag nicht völlig durchgetaktet ist, macht sie ihrem Ehemann Prof. Joachim Sauer (70) in ihrer Mietwohnung neben der Berliner Museumsinsel das Frühstück, wie selbst einmal sagte.
Sie könnte auch in der Dienstwohnung des Kanzleramts logieren, wie es ihr Vorgänger Gerhard Schröder (75) gemacht hat, da wären die Wege kürzer. Doch Merkel schätzt die wenigen Stunden Privatsphäre, obwohl auch da stets der Personenschutz dabei ist. Zwischen 7:00 und 8:00 Uhr bringt sie ein gepanzerter Dienstwagen (Audi A8) ins Kanzleramt. In ihrem Büro im siebten Stock überfliegt sie die Nachrichtenlage und eine Auswahl an Presseartikel, die ihre Mitarbeiter zusammengestellt haben.