Nachdem harte Kritik an den Beschlüssen des Bund-Länder-Gipfel vom Montag geübt wurde, hat die Kanzlerin Angela Merkel diese Entscheidungen zurückgenommen und sich bereit erklärt die Verantwortung für dieses Debakel zu übernehmen. Doch nun sucht die Kanzlerin offenbar nach Möglichkeiten, die geplanten Mallorca-Reisen der Bundesbürger in den Osterferien noch zu kippen.
Weil die bei den Deutschen sehr beliebte Ferieninsel Mallorca seit einigen Tagen kein Risikogebiet mehr ist, können deutsche Touristen nun dort Urlaub machen ohne sich bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen zu müssen oder eine Quarantäne in der Heimat anzutreten. In der Praxis bedeutet dies, dass eine Reise nach Mallorca für Bundesbürger möglich ist, während Reisen an die Ostsee unmöglich sind. Nach den Vorstellungen von Kanzlerin Merkel soll dies nun jedoch ein Ende haben. Denn die Kanzlerin hat nach Informationen der "Bild"-Zeitung darum gebeten, dass die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD, 55) rechtliche Schritte prüfen soll, mit denen man Auslandsreisen der Bundesbürger verhindern könne. "Es kann nicht sein, dass man sich nicht 15 Kilometer von Wohnort entfernen soll, aber 1500 km fliegen darf“, kritisierte die Kanzlerin. Allerdings scheint es rechtlich keine Handhabe gegen einen Mallorca-Urlaub zu geben.