Impfgipfel trifft Entscheidung - Impfungen bei den Hausärzten beginnen nach den Osterfeiertagen

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Impfgipfel trifft Entscheidung - Impfungen bei den Hausärzten beginnen nach den Osterfeiertagen

News (2 / 1) 24.03.2022 00:34 / Simo Symbolbild imago


Meinung. Viel diskutiert war unter anderem der Zeitpunkt, ab wann die Hausärzten bei der Impf-Offensive mithelfen dürfen und wie viel Impfstoff sie erhalten sollen. Zudem wurde kam es auch bei der Verteilung von 580.000 zusätzlichen Impfdosen von Pfizer/Biontech zu Diskussionen. Schließlich wurden aber Nägel mit Köpfen gemacht. Ab der 14. Kalenderwoche sollen 1.017.900 Impfdoesen für die Hausärzte in Deutschland verfügbar sein. Das sind allerdings lediglich 20 Impfdosen pro existierender Praxis in Deutschland. Zudem soll nach der Einwohnerzahl der jeweiligen Bundesländer entscheiden werden.

Die Politik schlägt vor, dass die Ärzte zu diesem Zweck ihre vulnerablen Patienten gezielt für die Impfungen einladen. Die in ganz Deutschland existierenden Impfzentren sollen im April 2.250.000 Impfdosen pro Woche bekommen. Bundesländer, in den die Virusmutationen für große Probleme sorgen sollen einige Impfdosen zusätzlich erhälten. Dadurch erhält Sachsen 100.000 zusätzliche Impfdosen, das Saarland 80.000, Thüringen 30.000 und Rheinland-Pfalz 20.000 Zusatz-Impfdosen.

Verteilung soll von Bund und Ländern sichergestellt werden

Um den Bürokratie-Aufwand für die Arztpraxen gering zu halten, werden Bund und Ländern sich darum kümmern, dass der Impfstoff regelmäßig an die Praxen geliefert wird. Die Bundesländer, die noch nicht bereit sind die Impfungen in die Arztpraxen zu verlegen, sollen einen "Opt-Out“ erklären können. In diesem Fall würden die Praxen in den jeweiligen Bundesländern im April noch keinen Impfstoff erhalten. Die meiste Zeit über fanden die Beratungen im sachlichen Rahmen statt. Allerdings sei vor allem die Entscheidungsfindung sehr zäh gewesen. Unter anderem soll Bremens Oberbürgermeister Andreas Bovenschulte (55, SPD) sich fast eine ganze Stunde gegen eine Entscheidung gestellt haben. Der SPD-Politker hatte sich offen gegen Hausarzt-Impfungen ausgesprochen. Nicht zufrieden mit den getroffenen Entscheidungen schien auch der bayrische Spitzenpolitiker Markus Söder. Wieso und weshalb Söder unzufrieden gewesen war, wurde allerdings nicht bekannt. Größter Streitpunkt war dann wie erwartet die Verteilung der Impfmengen zwischen Impfzentren und Hausärzten. Doch auch hier konnte schließlich eine Einigung erzielt werden.