Trotz der sich häufenden Fälle verteidigt Astrazeneca seinen Impfstoff auch weiterhin. Bei der durchgeführten Überprüfung der Daten von 17 Millionen Impfungen haben die Wissenschaftler des Unternehmens keine Hinweise gefunden, die auf ein erhöhtes Risiko zur Bildung von Blutgerinnseln hinweisen. AstraZeneca will keinen kausalen Zusammenhang zwischen den zuletzt gemeldeten Thrombose-Fällen und den Impfungen entdeckt habe. Nach Angaben des Unternehmens sei die Anzahl der entdeckten Vorfälle sogar signifikativ geringer, als die erwartete Anzahl der Vorfälle. Während Deutschland und Frankreich bereits am Freitag die Impfungen nach Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA wieder aufgenommen hatten, bleiben die Impfungen in Dänemark bis auf weiteres ausgesetzt. Dies bestätigte der Chef der dänischen Gesundheitsbehörde, Soren Brostrom. In Dänemark habe es insgesamt 10 schwere Fälle gegeben, bei denen Blutgerinnsel aufgetreten waren. Am Donnerstag hatte die EMA den Impfstoff als sicher und wirksam bezeichnet. Zudem stellte die Behörde fest, dass der Nutzen der Impfungen deutlich größer sei als deren Risiken.