Für den Besuch von Museen und Zoos sowie bei Friseurbesuchen ist künftig ein negativer Coronatest erforderlich. Reker zufolge wird sich zudem der Kölner Ordnungsdienst vor Geschäften verstärkt um Warteschlangen kümmern und diese unter Umständen auch auflösen.
Der Inzidenzwert in Köln lag am Freitag am fünften Tag in Folge knapp über dem Notbremsenwert von 100. Reker betonte vor Journalisten, im Fall eines weiteren Anstiegs der landesweiten Inzidenz in Nordrhein-Westfalen erwarte sie vom Land in der nächsten Woche Informationen über die weiteren Pläne der Landesregierung. "Ich hoffe, dass wir mit unserem Maßnahmen einen schweren Lockdown abwenden können", fügte Reker hinzu.
Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher kritisierte die jüngsten Öffnungen in Deutschland und rief andere Bundesländer eindringlich auf, dem Hamburger Beispiel zu folgen. Acht Länder hätten derzeit bereits höhere Inzidenzwerte als die Hansestadt, sagte er vor Journalisten.
Alle Länder müssten nun "sehr konsequent" die gemeinsamen Beschlüsse zur Notbremse umsetzen. Die zunächst nur angenommene dritte Welle der Pandemie sei inzwischen real, und sie sei "stark". Kein Land könne die Entwicklung allein beherrschen, alle müssten mitziehen.
Er sehe sich durch die aktuelle Entwicklung in der Einschätzung bestätigt, dass "verfrühte Öffnungen" kontraproduktiv wirkten, fügte der Hamburger Regierungschef an. Sie "verlängern die Krise und machen die Sache schwieriger".
Beim nächsten Corona-Gipfel am Montag müssten Bund und Länder die Lage generell neu bewerten, ergänzte Tschentscher. Weitere Lockerungsschritte verböten sich ohnehin. Das gelte auch für Ostern. "Die Lage ist nicht danach."