Corona-Impfung: Nasenspray statt Spritze! Gibt es die Corona-Impfung bald als Nasenspray?

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Corona-Impfung: Nasenspray statt Spritze! Gibt es die Corona-Impfung bald als Nasenspray?

News (2 / 1) 14.03.2022 00:33 / Peter Symbolbild imago


Offenbar könnte es aber noch eine ganze Zeit lang dauern, bis Nasalimpfstoffe in der Corona-Pandemie zum Einsatz kommen könnten. "Wir müssen natürlich überlegen, dass auch hier diese Sprays erstmal durch die Zulassung müssen. Und wir haben gesehen, dass die Zulassung, wenn die Studien gut gemacht sind, auch relativ schnell gehen kann, dass die Behörden auch entsprechend mitspielen und prioritär Unterlagen prüfen", beschreibt Stürmer das Prozedere. Allerdings sei zu beachten, dass die Nasensprays erst einmal in die klinischen Prüfungen gehen müssten, damit sie in der Zukunft eine Rolle gegen das Virus spielen könnten. Kurzfristig sei dies aber wohl nicht der Fall. "Wir brauchen jetzt zeitnah ein gutes Konzept und ich glaube, so schnell werden diese Nasalimpfstoffe nicht zur Verfügung stehen, dass sie jetzt wirklich in der akuten Situation unterstützen können", schränkt Dr. Stürmer deshalb ein.

Corona-Nasensprays vs. Impfnasensprays

Unter anderem soll sich ein Impfnasenspray aus Finnland jetzt kurz vor dem Start von klinischen Studien befinden. In Tierversuchen soll das Medikament überzeugt haben. Zudem forschen auch Wissenschaftler der Uniklinik Tübingen an einem Nasalimpfstoff gegen das potenziell tödliche Coronavirus. Bis dieser Impfstoff allerdings auf den Markt kommen könnte, wird es wohl noch eine ganze Zeit lang dauern. Prof. Ulrich Lauer vom Universitätsklinikum Tübingen kündigte in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" einen tentativen Zeitraum von etwa 24 bis 48 Monaten an, bis die Nasalimpfung tatsächlich einsatzbereit sei. "Wir werden ungefähr zwei bis zweieinhalb Jahre brauchen, bis wir einen ersten Menschen probeweise impfen können. In vier Jahren könnte unser Impfstoff fertig sein", gibt Lauer einen groben Zeitplan vor. Schneller gehen könnte es mit dem Einsatz von Corona-Medikamenten, bei denen Nasensprays zum kurzfristigen Schutz gegen das Virus eingesetzt werden. Hierzu laufen unter anderem Forschungen an der Uniklinik Köln.