Spahn will Schutzriegel an der Grenze zu Tschechien aufbauen! Das steckt dahinter

Seite 2 / 2

Spahn will Schutzriegel an der Grenze zu Tschechien aufbauen! Das steckt dahinter

News (2 / 1) 11.03.2022 00:34 / Tim Symbolbild imago


Spahn hat großes Vertrauen in die Hausärzte!

Spahn sagte, er habe großes Vertrauen in die Hausärzte, dass zuerst diejenigen geimpft würden, die am meisten gefährdet seien. Nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt sollen die Ärzte künftig selbst über die Impfreihenfolge ihrer Patienten entscheiden dürfen, sobald ausreichend Impfstoff für alle vorhanden sei. "Sie wissen am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet sind", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Mittwoch.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält die Impfung von monatlich 20 Millionen Menschen ab April in den Arztpraxen für möglich. Eine Erstimpfung gegen das Coronavirus könne schon in der ersten Junihälfte, die weitgehende Immunisierung der erwachsenen Bevölkerung Anfang August abgeschlossen sein, sagte Gassen der "Welt". Voraussetzung sei ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen.

Gassen monierte, die "deutsche Neigung, den Bürokratie-Oscar gewinnen zu wollen", bremse die Impfkampagne. "Wir sollten nicht alles bis ins Kleinste regeln wollen“, sagte er. Um schnell so viele Bürger wie möglich zu impfen, müsse die strenge Priorisierung der Ständigen Impfkommission (Stiko) schrittweise zurückgezogen werden.

Kritisch zur Impfreihenfolge äußerte sich auch der Chef des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt. "Drei Millionen Dosen liegen ungenutzt in den Impfzentren herum", sagte er der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. "Und dennoch wird starr an der Impfreihenfolge festgehalten, unabhängig davon, ob die Menschen ihre Termine verstreichen lassen oder nicht."

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, äußerte sich derweil zuversichtlich über eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V in der Europäischen Union. "Das ist ein guter Impfstoff, der vermutlich auch irgendwann in der EU zugelassen wird", sagte er der "Rheinischen Post". "Die russischen Forscher sind sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V ist clever gebaut."