In Island gibt es massenhaft aktive Vulkane. Doch nun erwacht scheinbar ein seit mehr als 10.000 Jahren erloschener Vulkan zu neuem Leben. Nach gewaltigen seismischen Aktivitäten in der Gegend glauben die Experten, dass der sogenannte Keilir schon bald erneut ausbrechen könnte.
Der Berg Keilir ist im Südwesten Islands auf der Halbinsel Reykjanes angesiedelt. Dort ist es seit Ende Februar jetzt zu einer regelrechten Erdbebenserie gekommen. Auch am Mittwoch hatten die Messstationen zahlreiche kleinerer Beben registriert, die in kurzem Abstand aufeinander gefolgt waren. Diese seismischen Anomalien setzten sich dann auch Donnerstag rund um den 378 Meter hohen Berg fort. Das stärkste Erdbeben war dort bereits am 24. Februar gemessen worden. Es erreichte eine Stärke von 5,6 auf der Richterskala. Seitdem ist in der Region auch ein Graben sichtbar geworden. Jedoch konnten die Forscher bisher keine Risse feststellen. Noch sind die Wissenschaftler dabei sämtliche Daten auszuwerten.
Zwar ist der Keilir ein Vulkan, doch seit Jahrtausenden gilt dieser bereits als erloschen, auch wenn er geografisch zum aktiven Vulkansystem der Trölladyngja gehört. Die Insel Island liegt genau auf den Grenzen an denen die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte sich aneinander vorbeischrammen.