Ob sich Kanzlerin Angela Merkel die ganze Sache so vorgestellt hat? Noch kurz vor dem Corona-Gipfel der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer schafft man in Bremen offenbar noch schnell Tatsachen. Dort soll es jetzt deutliche Lockerungen für den Einzelhandel geben.
Beim letzten Bund-Länder-Gipfel im Februar hatten sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten eigentlich darauf geeinigt ab einem Inzidenzwert von 35 deutliche Lockerungen für den Einzelhandel vorzunehmen. Auch vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch beharrt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Beschlussvorlage auf dieser Zahl. Doch die Bundesländer kann sie mit dieser Ansicht offenbar nicht überzeugen. Denn noch unmittelbar vor den Verhandlungen am Mittwoch erlaubt nun auch Bremen die Öffnung der Geschäfte des Einzelhandels nach Voranmeldung durch die Kunden. Diesen Entschluss hat der Bremer Senat getroffen und dieser soll bereits in den folgenden Tagen in Kraft treten, wie ein Sprecher der Bremer Landesregierung am Mittwoch bestätigte. Nun fehle lediglich noch die Zustimmung der Bremischen Bürgerschaft. Bisher war es lediglich möglich Bestellungen an der Ladentür der Unternehmen abzuholen. Nun dürfen die Läden nach Voranmeldung wieder betreten werden. Dies kann entweder durch eine Einzelperson erfolgen oder auch durch einen gesamten Haushalt. Allerdings müssen dabei die Kontaktdaten hinterlassen werden. Die Kunden sollen in den Geschäften von 1 Person des Verkaufspersonal begleitet werden.