Virologe Drosten warnt vor Öffnung der Schulen - Diese Meinung hat der Virologe zum AstraZeneca-Impfstoff

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Virologe Drosten warnt vor Öffnung der Schulen - Diese Meinung hat der Virologe zum AstraZeneca-Impfstoff

News (2 / 1) 12.02.2022 00:33 / Angela Symbolbild imago


Aus diesem Grund warnte Drosten nun auch vor einer frühzeitigen Öffnung der Schulen. Denn nach Drostens Meinung tragen auch Schulen zum Infektionsgeschehen bei, was man deutlich an den, Zahlen in der Vorweihnachtszeit und zum Jahresende sehen konnte. Als Ausweg sieht Drosten das Vorgehen, bei einem bestätigten Infektionsfall in der Schule die ganze Klasse in Quarantäne zu schicken und diese Gruppe dann jeweils nach 5 Tagen freizutesten. Wer dann Corona-positiv getestet werde, müsse weiter zuhause bleiben. Die anderen Schüler hingegen könnten in die Schule zurückkehren. Diese Methode bezeichnet man auch als Quellcluster ermitteln. So werden die Quellen der Infektion ermittelt und dadurch die Ausbreitung des Virus gestoppt. Bei den Corona-Mutationen legt Drosten vor allem Augenmerk auf die britische Mutation. "Uns wird vor allem die britische Variante beschäftigen und das noch über Wochen. Doch auch die britische Variante ist mit einem normalen Lockdown zu kontrollieren“, glaubt Drosten der ebenfalls wie Großbritannien und Dänemark verstärkt auf die Sequenzierung der Proben setzen will. Dadurch lässt sich feststellen, welche Virusvariante für die Ansteckung verantwortlich ist.

Drosten glaubt an großen Druck nach Ostern

Ein weiteres Problem, das Drosten im Augenblick sieht, sei der gesellschaftliche Druck. Durch das Voranschreiten der Impfungen werde es in Deutschland spätesten nach Ostern zu massiven Forderungen auf Lockerungen kommen. Davon dürfe sich die Politik nicht irritieren lassen und müsse auch hier behutsam vorgehen. Zwar seien dann vermutlich die ältesten Menschen in Deutschland durch die Impfungen geschützt, doch Drosten mahnte an, dass auch eine neu Infektionswelle bei bis zu 10 % der 40- bis 60-jährigen Menschen einen schweren Verlauf nehmen könnte. Auch hier könnte es rasch zu

Tausenden Todesopfer kommen. Aus diesem Grund wäre es wichtig mit den Impfungen möglichst rasch voranzukommen, um dieses Szenario so gut wie möglich einzuschränken. Die Impfstoff-Frage sieht Drosten entspannt. Auch der AstraZeneca-Impfstoff genüge den Anforderungen. Mit diesem soll nun erst einmal vorrangig medizinisches Personal geimpft werden.