Erst am Freitag war der Impfstoff von der europäischen Arzneimittelkommision EMA in Europa ohne Altersbeschränkung zugelassen worden. In Deutschland wird der Impfstoff allerdings wohl nur für Erwachsene unter 65 Jahrern empfohlen und angewendet.
Am Sonntag hatte von der Leyen sich in einer Video-Schalte mit insgesamt sieben Impfstoff-Herstellern in Verbindung gesetzt, die mit der EU Lieferverträge haben. Nach den Gesprächen erklärte die EU-Kommisarin, dass es wichtig sei, die zurzeit noch sehr begrenzten Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Zudem kündigte von der Leyen eine neue Behörde an, die in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor drohende Pandemien früher erkennen und damit schneller passende Antworten auf die drohenden Gefahren geben soll.
Noch kommt die Impfaktion in Deutschland nicht so richtig ins Rollen. Und die Kritik an dem verschlafenen Impstart ist zuletzt weiter angewachsen. Aus diesem Grund wird am Montag ein Impf-Gipfel anstehen, bei dem es darum gehen soll, die dringensten Probleme zu lösen. Un die Erwatrungen sind hoch. Vor allem erwarten die Teilnehmer mehr Zuverlässigkeit bei Zeitplänen und den dann verfügbaren Impfstoffen. An der Sitzung werden mehrere Bundesminister, sowie Impfstoff-Hersteller und Vertreter der EU-Kommission teilnehmen. Die Mitglieder der EU-Kommision hatten den Impfstoff für die gesamte EU bei mehreren verschiedenen Pharmaunternehmen eingekauft und tragen somit ebenfalls eine Verantwortung für die nun aufgetretenen Lieferprobleme.