In den letzten Tagen waren in mehreren Teilen der Welt Corona-Mutationen entdeckt worden, die offenbar damit begonnen hatten die aktuellen Varianten der Erkrankung zu verdrängen. Kein Wunder, dass diese Entwicklung viele Bürger besorgt. Besonders interessiert die Menschen die Frage, ob durch das Auftauchen der Mutationen des Coronavirus auch die gerade erst entwickelten Impfstoffe an Wirksamkeit verlieren könnten. Nun beantwortet ein Experte die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.
Das Auftauchen von noch ansteckenderen Corona-Mutationen hat viele Bundesbürger in Sorge versetzt. Doch wie gefährlich ist die im Großbritannien neu entdeckte Mutation des Coronavirus wirklich? Ein Experte versucht nun die wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang zu beantworten. Die wichtigste Frage der Bürger hängt ohne Zweifel mit den gerade erst entwickelten Impfstoffen zusammen. Werden diese trotz der Mutationen wirksam bleiben? "Es spricht alles dafür, dass diese neue Mutation keinen Einfluss auf die Impfungen haben wird. Es sind schon entsprechende Untersuchungen mit anderen Mutationen durchgeführt worden. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es aber nicht“, entgegnet Prof. Bernhard Fleckenstein, Virologe an der Uni Erlangen, auf diese wichtige Frage. Auch auf die aktuellen Corona-Tests haben die Mutationen keinen Einfluss. Die PCR- und Antigen-Tests werden in ihrer Wirksamkeit durch die neuen Mutationen nicht beeinträchtigt. Viele Bürger wollen natürlich auch wissen, wie hoch die Gefahr ist, die von dem gerade mutierten Virus ausgeht. "Wenn sich diese neue Variante in London und Südengland durchgesetzt hat, muss sie ansteckender sein. Ich weiß aber nicht, woher der britische Premier Johnson die Zahl ‚70 Prozent ansteckender‘ hat. So was lässt sich nicht sauber in Zahlen fassen“, erklärt Prof. Fleckenstein, der allerdings einschränkt, dass dies keine Vermehrung der schweren Verläufe bei Corona bedeutet. Allerdings sei die Sorge durch eine leichtere Ansteckung offenbar berechtigt. "Deshalb sollten wir versuchen zu vermeiden, dass diese Variante auch zu uns gelangt“, empfiehlt Professor Fleckenstein.