Weihnachten steht vor der Tür und obwohl die Situation wegen der Corona-Pandemie nicht ideal ist, plant man von Seiten der katholischen Kirche offenbar Gottesdienste an denen jeweils mehrere Dutzend Menschen teilnehmen werden. Dies kritisiert nun der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Aus diesem Grund verlangt die Vorsitzende des Gremiums nun ein Machtwort der Politik.
Die Amtsärzte haben sich erneut für ein bundesweites Verbot der Weihnachtsgottesdienste eingesetzt. Präsenz-Gottesdienste sollten über die Feiertage wegen des hohen Ansteckungsrisikos von Bund und Ländern untersagt werden, forderte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei mittlerweile mehr als bekannt, dass sich das heimtückische Coronavirus bei Gottesdiensten leicht ausbreiten könne. Aus diesem Grund dürfe man "kein zusätzliches Risiko" auf eine Ansteckung eingehen. Gerade erst zu Wochenbeginn hatte die katholische Kirche angekündigt auf jeden Fall an den Weihnachtsgottesdiensten festhalten zu wollen. Bei den Messen mit Präsenz von Publikum müssten jedoch sowohl Hygienekonzepte als auch Schutzmaßnahmen eingehalten werden, hatte der Vorsitzende der Kommission Ehe und Familie, der Berliner Erzbischof Heiner Koch, gefordert. Von Seiten der evangelische Kirche in Westfalen hieß es, man solle auch an Weihnachten auf alle Präsenz-Gottesdienste verzichten.